Dive into the archives.
- Tod in Privatklinik: “Es ist gut, dass dieses Kind gegangen ist”, Spiegel online, 8/12
Jahrelang verdiente das XCell-Center mit wissenschaftlich umstrittenen Therapien viel Geld, erst der Tod eines Kindes bedeutet das Aus für das in die Kritik geratene Unternehmen. Beamte und Politiker wussten längst von der unseriösen Praxis. Eine Ärztin bricht ihr Schweigen. Die Chronologie finden Sie hier.
- Stammzelltherapie: Das Geschäft mit der Hoffnung, Spiegel online, 8/12
Todkranken Menschen wird die Therapie mit eigenen Stammzellen oft als letzte Rettung verkauft. Doch die Behandlung ist kaum erprobt, sie kann lebensgefährlich sein. Trotzdem bietet eine deutsche Privatklinik die Methode an – bislang völlig legal. Das Geschäft mit der Hoffnung – den Artikel finden Sie hier.
- Labortests: Alzheimer könnte ansteckend sein, Spiegel online, 6/12
Ist Demenz ansteckend? Auslöser für Alzheimer sollen spezielle Eiweißmoleküle sein – und diese sind womöglich übertragbar, so wie die Erreger für Rinderwahn oder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Die Studie des Nobelpreisträgers Stanley Prusiner heizt die Debatte an.
- Hygienemängel in deutschen Kliniken Krieg um die Keime, Spiegel online, 5/12
225.000 Wundinfektionen nach Operationen, bis zu 15.000 Tote pro Jahr: Der Mangel an Hygiene gehört in deutschen Krankenhäusern zu den größten Gefahren. Eine bessere Qualitätssicherung soll Abhilfe schaffen – doch zwischen Vertretern von Kliniken und Patienten kam es jetzt zum Eklat.
- Klinische Studien in Indien: Erst der Test, dann die Moral, Spiegel online, 5/12
Mit Medikamenten verdienen Pharmakonzerne Milliarden Dollar – doch die Entwicklung neuer Arzneien ist teuer und steckt voller Risiken. Indien gilt inzwischen als Paradies für klinische Studien: Die Ärzte sind gut ausgebildet, sprechen meist Englisch und sind in der Gesellschaft hoch angesehen. Die Menschen vertrauen ihnen – und viele sind so arm, dass sie an klinischen [...]
- Arzneimittel: Es geht doch billiger, Die ZEIT, 09/11
Erstmals sinken die Ausgaben für Arzneimittel, die Pharmabranche ist alarmiert. Eine »Positiv-Liste«, die notwendige Medikamente von überteuerten trennte, endete 1992 noch im Schredder eines einflussreichen Pharmalobbyisten. Ein Preisabschlag auf innovative Medikamente wurde 2004 nach einer illustren Rotweinrunde im Kanzleramt eingestampft. Immer wieder ist es den Pharmakonzernen gelungen, Gesundheitsreformen weitgehend unbeschadet zu überstehen – und ebenso regelmäßig stiegen Umsätze und [...]
- HCV: Das könnte die Heilung sein, Die Zeit 07/11
»Eigentlich hatte ich nur Pech, und das gleich doppelt«, sagt Gerhard Prött. Vor 30 Jahren, an einem ganz normalen Sommerabend, es war schon dunkel, übersah er auf dem Heimweg eine Baustelle. Auf dem Rollsplitt geriet sein Fahrrad ins Rutschen, Prött stürzte einen Hang hinunter. Der Lenker des Rads rammte sich in seinen Unterleib. Der heute [...]
- Blaue Wunder dauern länger, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 07/11
Gesundheit kann man nicht kaufen. Oder vielleicht doch? Jedenfalls suggerieren das Arzneimittelmittelhersteller seit Ende des 19. Jahrhunderts gern mit eindrucksvollen Bildern, ob es nun immer zutrifft oder nicht. Mundpropaganda genügte nicht mehr, zunehmend wurde die Lithographie genutzt, um plakativ für medizinische Innovationen zu werben. Pillen, Salben und Tinkturen wandelten sich dank starker Signale zum Symbol [...]
- Gleiche Wirkung, ZEIT 05/11
Für diese Studie interessieren sich Augenärzte weltweit. Sie wollen wissen, welches von zwei patentgeschützten Medikamenten besser gegen die feuchte Makuladegeneration hilft, die häufigste Ursache für Blindheit im Alter (AMD). Gegenstand des abgekürzt CATT genannten Vergleichs, den das staatliche National Eye Institute in den Vereinigten Staaten angestellt hat, waren das für die Augenerkrankung an sich nicht [...]
- Wie entstehen Arzneimittelpreise, WDR5, 02/11
(Manuskript des Beitrags, WDR5, 24. Februar 2010, Neugier genügt, hier der Link zum Hören.) Für Pharmaunternehmen ist Deutschland ein Paradies – bis jetzt. Sie zehren von dem hohen Ansehen, dass ihre Forschungsabteilungen in früheren Jahren erworben haben, können selbst festlegen, wie teuer ein von ihnen entwickeltes neues, damit patentrechtlich geschütztes und deshalb konkurrenzloses Medikament verkauft [...]

