Aktuelle Artikel
- Arzneimittel: Es geht doch billiger, Die ZEIT, 09/11
Erstmals sinken die Ausgaben für Arzneimittel, die Pharmabranche ist alarmiert. Eine »Positiv-Liste«, die notwendige Medikamente von überteuerten trennte, endete 1992 noch im Schredder eines einflussreichen Pharmalobbyisten. Ein Preisabschlag auf innovative Medikamente wurde 2004 nach einer illustren Rotweinrunde im Kanzleramt eingestampft. Immer wieder ist es den Pharmakonzernen gelungen, Gesundheitsreformen weitgehend unbeschadet zu überstehen – und ebenso regelmäßig stiegen Umsätze und [...]
- HCV: Das könnte die Heilung sein, Die Zeit 07/11
»Eigentlich hatte ich nur Pech, und das gleich doppelt«, sagt Gerhard Prött. Vor 30 Jahren, an einem ganz normalen Sommerabend, es war schon dunkel, übersah er auf dem Heimweg eine Baustelle. Auf dem Rollsplitt geriet sein Fahrrad ins Rutschen, Prött stürzte einen Hang hinunter. Der Lenker des Rads rammte sich in seinen Unterleib. Der heute [...]
- Blaue Wunder dauern länger, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 07/11
Gesundheit kann man nicht kaufen. Oder vielleicht doch? Jedenfalls suggerieren das Arzneimittelmittelhersteller seit Ende des 19. Jahrhunderts gern mit eindrucksvollen Bildern, ob es nun immer zutrifft oder nicht. Mundpropaganda genügte nicht mehr, zunehmend wurde die Lithographie genutzt, um plakativ für medizinische Innovationen zu werben. Pillen, Salben und Tinkturen wandelten sich dank starker Signale zum Symbol [...]
- Gleiche Wirkung, ZEIT 05/11
Für diese Studie interessieren sich Augenärzte weltweit. Sie wollen wissen, welches von zwei patentgeschützten Medikamenten besser gegen die feuchte Makuladegeneration hilft, die häufigste Ursache für Blindheit im Alter (AMD). Gegenstand des abgekürzt CATT genannten Vergleichs, den das staatliche National Eye Institute in den Vereinigten Staaten angestellt hat, waren das für die Augenerkrankung an sich nicht [...]
- Wie entstehen Arzneimittelpreise, WDR5, 02/11
(Manuskript des Beitrags, WDR5, 24. Februar 2010, Neugier genügt, hier der Link zum Hören.) Für Pharmaunternehmen ist Deutschland ein Paradies – bis jetzt. Sie zehren von dem hohen Ansehen, dass ihre Forschungsabteilungen in früheren Jahren erworben haben, können selbst festlegen, wie teuer ein von ihnen entwickeltes neues, damit patentrechtlich geschütztes und deshalb konkurrenzloses Medikament verkauft [...]
- Gesunder Reibach, Die ZEIT, 11/10
Als der Abrechnungsbetrug aufflog, avancierte die “Holmsland-Affäre” schnell zum größten Medikamenten-Schwindel in Deutschland. Das war 2007. Rund 80 Apotheker standen damals unter Verdacht, über mehrere Jahre hinweg in Deutschland nicht zugelassene Krebsmedikamente auf dem Graumarkt zu günstigen Preisen bezogen, aber gegenüber den Kassen zu den höheren deutschen Preisen der Originalzutaten abgerechnet zu haben. Ich wollte wissen, [...]

